3 Fragen an: York Hovest

Vor gut drei Jahren sah ich dieses Buch mit dem Potala-Palast und der goldenen Schrift auf dem Umschlag: „100 TAGE TIBET – Das Versprechen“

Dabei hatte ich damals keinen blassen Schimmer, wer York Hovest eigentlich ist. Nie gehört. Aber wie ich schon einige Male erwähnte, ist Tibet mein Traumland, mein ganz persönliches „Brügge sehen… und sterben“. Ein paar Wochen später bekam ich dieses Buch geschenkt (auch ohne Amazon-Wishlist) und tauchte ein in die Geschichte dieses Herrn, von dem ich noch nie etwas gehört oder gelesen hatte über das Land, von dem ich schon tauend Mal träumte.

Dieses Buch erzählt über seine Begegnung mit seiner Heiligkeit, dem Dalai Lama. Von Yorks Versprechen, helfen zu wollen und von einer Reise, die sein Leben verändern sollte.

Seitdem verfolge ich Yorks Weg. Im letzten Jahr dann kam mir, gemeinsam mit Ludger von den Ruhrpottfotografen die Idee, York einfach mal zu einem Podcast einzuladen. Es wäre ja auch zu perfekt: Ludger, der Tauch- und Unterwasserenthusiast, Karsten, der emotionale und zwischenmenschliche Dinge beleuchtet und ich, der Tibet-Wunschdenker.  Das kann nur heiter werden – und ganz sicher hochinteressant! Und genau dieser Podcast steht nun in den Startlöchern! Deo volente – so Gott will – gibt´s als Crossover-Produktion sozuagen eine Folge Ruhrpottfotografen + DisselCast mit York Hovest! Seid also gespannt, wir sind es auch! Für meinen Blog durfte ich vorab York 3 Fragen stellen, die mir seit dem Lesen von „100 TAGE TIBET – Das Versprechen“ unter den Nägeln brannten:

Robin: Für mich speziell ist Tibet DAS Traumland, dass ich unbedingt mal bereisen möchte.  Durch Deinen Bildband „Hundert Tage Tibet“ bin ich auf Dich aufmerksam geworden und mir ist aufgefallen, dass Du mit einer Leica SL unterwegs warst.  Warum hast Du Dich gerade für diese Kamera entschieden und nicht für das kleinere, kompaktere Leica M-System, welches von vielen Reportagefotografen bevorzugt wird? 

York: Beide Kameras wurden mir von meinem Kooperationspartner LEICA zur Verfügung gestellt. 

Die große S2 mit ihrem Mittelformatsensor erwies sich als sehr robust und hat mir auch unter den widrigsten Wetterbedingungen im Himalaya beste Dienste erwiesen.

Sie war spritzwassergeschützt  und vor allem die Akkus hielten bei Temperaturen jenseits des Gefrierpunktes stets ihre Leistung. Das war mitunter einer der wichtigsten Faktoren neben der Qualität und der Präzision dieser Kamera. Mit der V-Lux machte ich überwiegend Videos und nutze den 16-fachem Zoom des 25-400 mm Objektives wann immer ich etwas in der Ferne fotografieren wollte.

Robin: Inwieweit haben Dir Deine vorangegangenen Tätigkeiten als Model und Modefotograf beim Einstieg in die Reportagefotografie geholfen? 

York: Meine Tätigkeiten als Model oder Modefotograf haben mir insofern sehr geholfen, dass ich stets Kontakt zu fremden Menschen hinter und vor der Kamera hatte.

Ich glaube, daß ich dadurch viel Feingefühl entwickelt habe im Umgang mit Menschen. Sie müssen erst einmal Vertrauen in den Fotografen gewinnen. 

Robin: Oftmals, wenn man sich Reiseberichte von Fotografen ansieht, verschwimmen die Sujets „Urlaubsfotos“ und „Reportagefotos“.  Welchen Rat kannst Du Fotografen geben, die gezielt auf eine Reise gehen, um eine Reportage zu fotografieren?

York: Den einzigen Rat zur Reportagefotografie, den ich geben kann, ist sich Zeit zu nehmen. Jedes Motiv birgt eine noch viel wichtigere Geschichte die spätestens dann zum Vorschein kommen muss, wenn man die eigenen Motive der Welt offenbart. Heutzutage kann jeder alles beliebig fotografieren und oft auch kopieren. Eine einzigartige Geschichte zu den Fotos ist und bleibt ein Alleinstellungsmerkmal eines jeden Fotografen. Ich freue mich total auf die Aufnahme mit meinen Freunden Karsten & Ludger und auf die Chance, York beim Erzählen seiner Abenteuer zuzuhören! Wenn Euch York kein Begriff ist, besucht seine Kanäle und seid auf kommende Woche gespannt! York Hovest auf Instagram York Hovest auf Facebook York´s Homepage

Schreibe einen Kommentar